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    Es war einmal ein kleiner Stern. Er war nichts weiter als ein kleines Licht unter Millionen anderen, ein besonders kleines Exemplar, um genau zu sein. Ein Sternchen, das irgendwo am Himmel blinkte und sonst nicht weiter störte. Er war nicht einmal groß genug, mit den anderen auf die Wolke zu steigen, von welcher man die Erde am besten sehen konnte.

    Einmal, als er es wieder einmal versuchte, stieß er auf eine Gruppe größerer Sterne und gesellte ich zu ihnen. Er war ganz außer sich vor Freude, dass er es diesmal bis ganz nach oben geschafft hatte.
    "Hallo!", rief er mit seinem winzigen Stimmchen. Die anderen, die seine Ankunft nicht einmal bemerkt hatten, blickten sich suchend um. "Hallo! Hier bin ich!", rief er noch einmal mit einer Stimme, der es scheinbar nicht an guter Leune fehlte und ruderte jetzt heftig mit seinen kurzen Ärmchen.
    "Was will der abgebrochene Zwerg denn hier?", sagten sie untereinander, und brachen in ein schallendes Gelächter aus, denn keiner konnte sich seine Anwesenheit so richtig erklären.
    "Du taugst doch nicht mal zum Kometen, schau dich doch nur mal an, wie schwach dein Licht ist!", sagte ein anderer und sie wendeten sich von ihm ab.
    Als ihm die Kränkung bewusst wurde, schaute er traurig an sich herunter. "Vielleicht hatten sie Recht", sagte er. Missmutig setzte er sich auf die nächste Wolke und weinte bitterlich, bis es der Wolke, auf der er Platz genommen hatte, selber ganz schwer ums Herz wurde und sie ebenfalls anfing zu schluchtzen.
    "Frau Wolke! Frau Wolke!", rief der kleine Stern aufgeregt, nachdem er sich ein bisschen gefangen hatte und erschrocken feststellte, dass sein Untergrund zusehens kleiner wurde.
    Doch zu spät, schon befand er sich auf direktem Weg in Richtung Erde.

    Heiß war es auf seiner Reise und auch die Aussicht konnte er nicht so richtig genießen, denn eh er sich versah, war er auch schon gelandet, und das glücklicherweise recht sanft. Dunkel war es und ein seltsamer Geruch stieg ihm in die Nase.
    "Hallo?", fragte er schüchtern. "Ist da jemand?" Er stand auf und wollte erkunden, worauf er gefallen war. Da plötzlich begann der Boden zu zittern und zu beben, sodass er sich gut festhalten musste. Als die Erschütterung endlich nachließ, wagte er einen zweiten Versuch, doch wieder konnte er sich nach wenigen Schritten nicht mehr auf den Beinen halten.
    Das Etwas unter ihm (denn inzwischen vermutete er, dass es sich um eine lebende Kreatur handeln musste) gab einen schauerlichen Laut von sich und schüttelte sich abermals, dass es den kleinen Stern wieder fast heruntergeworfen hätte.
    "Aufhören, aufhören!", rief es mit seiner tiefen Bassstimme. Jetzt klang das Geräusch, dass es von sich gab, fast wie ein Lachen. Es ruckelte und auf einmal plumste der kleine Stern ins Gras, das ihn fast vollständig bedeckte.
    "Nanu?", wunderte sich die Kreatur, die sich über ihn gebeugt hatte und ihn nur an seinem Strahlen überhaupt orten konnte.
    "Hallo!", wiederholte der kleine Besucher und reckte sich, um ein bisschen mehr erkennen zu können.
    "Ich wär gerne ein bisschen größer", sagte er unvermittelt, "damit ich dich besser sehen kann", und noch bevor er dies ausgesprochen hatte, war er auf fast normale Größe angewachsen. Verblüfft schaute er sich nach allen Seiten um. Endlich erkannte er, worauf er gefallen war. Das Etwas schaute ihn mit großen Augen an. "
    "Willkommen auf der Erde, kleiner Freund!", begrüßte es ihn freundlich und die Ehrlichkeit dieser Worte war seiner Stimme anzumerken. "Hast du die Sternschnuppe gesehen?" Der kleine Stern, der keine Ahnung hatte, wovon das merkwürdige Ding vor ihm sprach, zuckte mit den Schultern. "Ich habe mir gewünscht, kleiner zu werden. Die anderen Ponys machen sich lustig über meine Größe", sagte es und ließ den Kopf ein bisschen hängen.
    "Das kenn ich", sagte der kleine Stern. Endlich etwas, was er auf seiner seltsamen Reise verstanden hatte. Auf einmal merkte er, wie sein ganzer Körper anfing zu glühen und zu leuchten.
    "Ich muss in den Himmel zurück, bevor es dunkel wird", sagte er plötzlich. "War schön, dich kennengelernt zu haben", sagte er zum Abschied und winkte.
    "Ganz meinerseits", sagte das Pony und wieherte freundlich, und als sich der kleine Stern wie von Geisterhand wieder in den Himmel erhob, merkte er, dass sein neuer Freund noch genauso groß war, wie vorher. Vielleicht war er selbst ja auch größer geworden? Das konnte keiner so genau sagen. Fest stand nur, dass er bei seiner Rückkehr mit offenen Armen empfangen wurde. Die anderen hatten sich große Sorgen um ihn gemacht und waren froh, ihn wieder unter sich zu haben, selbst wenn er nicht der größte war und sein Licht nur schwach leuchtet.

    Und nicht zu vergessen: er hatte es geschafft, ein einsames Pony zum Lachen zu bringen...

    *ENDE*


    (C) Anny, 2007

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